SEA / Werbe-Anzeigen schalten bei Suchmaschinen

Onlinemarketing Blog: SEA - Anzeigen schalten bei Google, Bing & Co.

Wozu ist SEA sinnvoll und wie funktioniert das Schalten von Suchmaschinenanzeigen überhaupt ?

Sicherlich hast Du es schon mitbekommen: Ich bin grundsätzlich ein Riesenfan von SEO / Suchmaschinenoptimierung, also dem organischen, unbezahlten Suchmaschinenmarketing.

Dennoch kann es gelegentlich sinnvoll sein, auch bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen zu schalten.

Wann es für Dich sinnvoll ist in SEA – also „Search Enginge Advertising“ zu investieren und wie genau das geht, erfährst Du in diesem Beitrag.

In diesem Blogbeitrag erkläre ich aber nur die grundsätzliche Funktionsweise von SEA; das Thema ist viel zu komplex, um es in einem Blogbeitrag abschließend zu behandeln.

Ich empfehle daher, sich beim Aufsetzen von SEA-Kampagnen helfen zu lassen.

Ich selbst biete das Steuern von SEA als Beratungsleistung nicht an. Wenn meine Kunden sich dafür interessieren helfe ich ihnen aber gernr „aufs Pferd“ und stehe ihnen auch zur Seite, damit sie von SEA-Agenturen nicht verarscht werden.

Was ist SEA – Suchmaschinenwerbung ?

SEA (hier noch einmal: „Search Engine Advertising“) ist das Schalten bezahlter Werbeeinträge auf Suchmaschinen wie Google & Co.

Genau genommen handelt es sich dabei um das originäre Geschäftsmodell von Suchmaschinen: Sie stellen Dir kostenlos Suchergebnisse aus dem Internet zur Verfügung und für einen Teil der auf der Suchergebnisseite (SERP) angezeigten Plätze erhebt die Suchmaschine eine Anzeigengebühr.

Im Prinzip ist das nicht anders, als bei einer gedruckten Zeitung oder einer Zeitschrift, bei der in der Seitenleiste, in der Kopfzeile oder am unteren Rand der Seite eine Werbeanzeige geschaltet wird.

Im Unterschied zur Zeitungsanzeige werden bei der Suchmaschinenwerbung aber nur Anzeigen ausgespielt, die zur Suchanfrage des Suchmaschinenbenutzers passen.

Beim obigen Bild werden für die Suchanfrage „Irisfotos“ also zunächst die „SEO-Einträge“ angezeigt – also die Websites, die Google als besonders relevant einstuft (wie schön, dass es mehrfach meine Website ist, die zuerst angezeigt wird).

Am Ende der Suchergebnisseite (SERP) werden auch Suchergebnisse mit dem Hinweis „Anzeige“ angezeigt, bei denen es sich um bezahlte Werbeanzeigen handelt.

In diesem Fall hat also einer meiner Mitbewerber Geld dafür geboten dass – wenn jemand auf diesen Eintrag klickt – Google Geld dafür erhält.

Das reine Anzeigen dieser Anzeige kostet kein Geld – lediglich das Daraufklicken wird vergütet.

Sobald das Geld alle ist verschwindet die Anzeige wieder

Im Gegensatz zu SEO-Einträgen hängt die Anzeige von SEA-Einträgen an einem Geld-Budget. Das legt der Anzeigenschaltende vorher fest. Sobald das Budget durch Klicken aufgebraucht ist, wird die Anzeige nicht mehr ausgespielt.

Wie hoch der Klickpreis ist, ist im Voraus nicht bekannt. Dieser wird quasi im Bieterverfahren festgelegt. Man kann aber eine persönliche Obergrenze dafür festlegen.

Der Klickpreis hängt von der Popularität der Suchanfrage ab und kann von einigen Euro-Cent (meist ab ca. 20 Ct.) bis hin zu zweistelligen EUR-Beträgen reichen.

Das Schalten von SEA kann also zu einem echten Eurograb werden

Wann ist das Buchen von SEA sinnvoll ?

Nachfolgend beschreibe ich die aus meiner Sicht wichtigsten Fälle, für die SEA sinnvoll ist.

Fall 1: SEA für seltene, synonyme Suchbegriffe

Nehmen wir mal an, Deine Website ist super suchmaschinenoptimiert – so wie meine Irisfoto-Seite – und wird deshalb bei Suchanfragen in der Suchmaschine regelmäßig ganz weit oben angezeigt. In meinem Fall z.B. bei Suchbegriffen wie „Irisfoto“, „Irisfotografie“ u.s.w.

Da man SEO immer nur für wenige Suchbegriffe betreiben kann, ist es möglich, dass Suchanfragen von Menschen, die nach einer „Augenfotografie“ oder nach einem „Augenbild“ oder (falscherweise) nach einem „Pupillenfoto“ nicht auf meine Website führen, obwohl meine Irisfoto-Website eine der 4 bestgerankten Irisfoto-Seiten in Deutschland ist.

Für „Pupillenfoto“ ist sie einfach nicht optimiert.

Wenn ich aber möchte, dass meine Website auch angezeigt wird, wenn jemand nach „Pupillenfoto“ sucht, schalte ich einfach eine Kampagne bei Google und lege dort fest, dass bei Eingabe des Wortes „Pupillenfoto“ die Anzeige für meine Website angezeigt wird.

Ich kaufe mir also einen Klick für einen Suchbegriff, auf den ich meine Website nicht selbst optimiert habe, oder nicht optimieren kann.

Fall 2: SEA für „SEO braucht noch Zeit“

SEO, also Suchmaschinenoptimierung, braucht Zeit. Eine Maßnahme, die Du heute auf Deiner Webseite umsetzt, wirkt vielleicht erst nach 4 oder 6 Wochen in der Suchmaschine.

Möchtest Du vorher ein Produkt oder eine Dienstleistung bei der Eingabe von Suchbegriffen verkaufen, kannst Du dafür einfach eine bezahlte Anzeige in der Suchmaschine schalten.

Fall 3: SEA für „Red-Ocean-Markets“

Von „Red-Ocean-Markets“ spricht man, wenn in einem bestimmten Markt sehr viele Anbieter um die Kunden werben.

Online hast Du das z.B. beim Thema „Coaching“, aber auch bei „KfZ-Versicherungen“ und „Personalvermittlung“.

In diesem Bereich ist es verdammt schwierig, mit SEO vordere Plätze im Suchmaschinenranking zu erzielen; z.T. schlicht deshalb, weil die Konkurrenz schon so stark ist und schon seit Jahren viele gute Blogbeiträge schreibt….

In diesem Fall kannst Du Dir also einen vorderen Anzeigenplatz auf der Suchergebnisseite kaufen.

Natürlich gibt es noch viele weitere sinnvolle Einsätze, über die ich mich aber in diesem Beitrag nicht weiter auslassen werde, wie „Ausverkauf“ oder schlicht das „Kaufen von Marktanteilen“.

Wie schaltet man Anzeigen bei Suchmaschinen ?

Um Anzeigen bei einer Suchmaschine – z.B. Google – zu schalten, benötigst Du zunächst ein (Werbe)-Konto bei Google. Das kannst Du unter dem Links „ads.google.com“ anlegen.

Nachdem Dein Werbekonto angelegt ist und Du ein Zahlkonto hinterlegt hast, kann es losgehen.

Jetzt kannst Du damit beginnen, Deine Kampagne anzulegen

Hier höre „en detail“ aber auf….

Das, was ich Dir jetzt beschreiben müsste um zu erklären, wie genau Du eine Kampagne anlegst und aussteuerst, würde ein ganzes Buch füllen.

Deshalb rate ich Dir hier, genau das zu tun: Dir ein Buch dazu zu kaufen, einen Kurs zum Thema „Ads“ zu besuchen oder Dich von jemandem, der das kann, beraten zu lassen.

Kurzfassung: Es wird wirklich komplex und es warten viele Fallen auf Dich, die Dich eine Menge Geld kosten können !

Erfolgsfaktoren für SEA-Kampagnen

Was ich Dir aber gerne mitgebe, sind einige Erfolgsfaktoren für Deine SEA-Kampagne:

Longtail & Midtail-Keywords nutzen

Sehr generische Keywords sind hart umgelämpft und erzeugen zum einen hohe Klickpreise und zum anderen wenig Effekt. Von jemandem, der nur nach „Job“ sucht weißt Du nicht, ober selbst eine neue Stelle sucht, nach einer Jobbbörse sucht, eine Stelle zu vergeben hat, oder für seine Tochter „sich mal umschaut“.

Jemand, der nach dem Longtail Keyword „Stelle Java Programmierer in Wiesbaden“ sucht, der weiß schon sehr genau, was er will. Wenn Du einen solchen Job zu vergeben hast und dafür eine SEA-Kampagne schalten möchtest, verwendest Du also besser „Long Tail Keywords“ und „Midtail-Keywords“, also Terme, die aus mehreren Wörtern bestehen.

Exakte Keywords verwenden

Das Angebot der Suchmaschine, Deine Anzeige auch bei „Synonymen“ anzuzeigen, kann sehr teuer für Dich werden, weil Suchmaschinen das „Synonym“ oft abartig weit auslegen.

Auch wenn es mehr Denkarbeit ist: Verwende möglichst „exakte Keywords“ und nicht die Funktion „ähnliche“ oder „Wortgruppen“.

Habe eine Landingpage für Deine Kampagne !

Bevor Du Deine Kampagne einrichtest, richte eine Landingpage auf Deiner Website ein – also eine eigene Webseite, die exakt zu dem passt, was Du in der Anzeige bewirbst.

Dein Klickkunde soll genau das vorfinden, was er erwartet.

Wenn Du z.B. „Persönliches Coaching für mehr Selbstbewusstsein“ anbietest und das mit SEA forcieren möchtest ist es nicht hilfreich, wenn Dein Klickkunde auf Deine Startseite gelangt und sich erst mühevoll Dein Angebot „Coaching für Selbstbewusstsein“ suchen muss. Das wird er in der Regel nicht tun – Geld weg für nix !

Habe eine lange Liste von auszuschließenden Keywords

In Deiner Keywordliste definierst Du sehr genau, bei welchen Keywords Deine Anzeige nicht ausgespielt und angeklickt werden soll.

Wenn Du also z.B. Landschaftsfotografien auf Leinwand verkaufen möchtest ist es sinnvoll „Acrylgemälde“ oder „Landschaftsmalerei“ auszuschließen.

Ansonsten provozierst Du teure Klicks von Menschen, die niemals etwas bei Dir kaufen werden.

Zusammenfassung SEA

Bei allen Fallstricken – allen voran des Risikos, viel, viel Geld durch Fehler zu versenken – halte ich SEA für eine der besten Marketingmaßnahmen im Internet. Ich persönlich ziehe sie auch dem Schalten von Social-Media-Anzeigen vor.

Wie „sexy“ ist das denn, dass Deine Anzeigen nur angezeigt werden, wenn jemand sowieso gerade nach etwas sucht, was Du anzubieten hast ? Das gab es in der Geschichte der Werbung noch nie zuvor !

Du selbst hast es dabei in der Hand, Streuverluste weitest gehend auszuschließen – durch sorgfältiges Kampagnenmanagement und die Optimierung Deiner Kampagnenseite / Landingpage.

Wenn Du das professionell bespielst, hast Du eine super Ergänzung zu SEO.

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