Behandle Deine Website wie ein Ladengeschäft

Onlinemarketing Blog: Betreibe Deine Website wie ein Ladenlokal

In diesem Beitrag möchte ich mit einem Mythos aufräumen und Dir Anregungen dazu geben, wie Du mit Deiner Website und Deinen Webseiten erfolgreicher sein kannst.

Der Mythos 1: Ich habe eine Website – nun kommen die Kunden

Onlinemarketingprofis wissen längst, dass der Mythos ein Mythos ist: Es kommen keine Kunden einfach nur deshalb, weil Du eine (schöne, tolle, blinkende, funkelnde…) Website hast und „online“ bist.

Mehr darüber, was Du tun kannst (und auch tun solltest), damit Webseitenbesucher auf Deine Website kommen, kannst Du in diesem Blogbeitrag von mir nachlesen.

Der Mythos 2: Ich habe ein Ladengeschäft – nun kommen die Kunden

An diesem Mythos ist schon mehr dran, als an Mythos 1, aber so ganz stimmt die Geschichte doch nicht – und sie hat auch zu keiner Zeit so gestimmt !

Woher ich das weiß ? Ich bin gelernter Einzelhandelskaufmann und habe meine ersten Sporen im Verkauf in Läden verdient – zu einer Zeit, zu der es noch kein Internet gab (so alt bin ich schon….).

Die Frage, ob Kunden „einfach so“ in einen Laden kommen – und auch noch in ausreichender Zahl, damit der Händler davon leben kann – war zu meiner „Jugend“ noch vor allem davon geprägt, in welcher Lage sich ein Laden befand.

Lag das Ladengeschäft in einer 1A Lage – mitten im Kundestrom kaufwilliger Passanten – so musste man nicht mehr tun, als das Schaufenster ordentlich zu dekorieren, ein paar knackige Preisschilder aufstellen und die Kunden, die den Laden betraten ordentlich zu bedienen.

Das Blöde an der Sache war das: Für einen Laden in einer 1A-Lage musste man sehr, sehr viel Miete bezahlen. Die Mieten in 1A-Lagen fraßen einen Großteil des Deckungsbeitrages (Marge) auf.

Um dem entgegenzuwirken konnte man einfach in einer weniger teuren Lage seinen Laden eröffnen – 1B, 2 oder sogar „irgendwo im Hinterhof“.

Dadurch sanken zwar die Mietkosten erheblich, aber es kamen auch nicht mehr „automatisch“ so viele zahlungsbereite Kunden vorbei und in den Laden.

Was also tun, um Kunden in den Laden zu kriegen ?

Ich selbst habe die beste Zeit meines Einzelhändlerlebens in einem Fotoladen verbracht, der in einer 2er Lage angesiedelt war.

Unser Fotogeschäft lag am Rande der Innenstadt, wo wir vielleicht noch ein Fünftel einer 1A Miete zahlen mussten.

Da nun aber nicht mehr soo viele Menschen an unserem Schaufenster vorbei kamen, wie in einer 1A-Lage, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen, um kaufbereite Kunden an unser Schaufenster und in unseren Laden zu kriegen.

Was also taten wir ?

  • Wir schalteten Zeitungsanzeigen
  • Wir verteilten Handzettel
  • Wir schrieben potenziellen Kunden Briefe
  • Wir sendeten potenziellen Kunden Kataloge zu
  • ….

Mit diesem Maßnahmen schafften wir es also, trotz unserer 2er Lage – Kunden in unser Geschäft zu locken.

Es lief übrigens sehr gut; u.a. dadurch, das wir alle gut ausgebildete Verkäufer waren, wurden auch viele Kundenbesuche in Umsätze verwandelt.

Kurzum: Zu keiner Zeit, an die ich mich erinnern kann, konnte man einen Laden in einer 2er, 3er oder „Hinterhoflage eröffnen und ohne weitere Maßnahmen erfolgreich sein.

Hat man aber Werbung geschaltet und die Kunden gut bedient, konnte man auch in einer niedrigeren Verkaufslage beste und nachhaltige Geschäfte machen.

Warum glauben dann so viele an Mythos 1 ?

Im Internet gibt es keine „A1“ oder „B-Lagen“. Alle Websites und ihre Webseiten liegen an derselben Einkaufsstraße.

Genau genommen liegen sogar alle im Hinterhof – aber ganz weit hinten.

Das einzige, das die sichtbaren Websites „nach vorne bringt“ sind zusätzliche Maßnahmen wie SEO / Suchmaschinenoptimierung, das Schalten von Werbeanzeigen (bei Suchmaschinen, in Sozialen Medien, in Onlinezeitungen u.s.w.).

Im Gegensatz zu Läden in „1A-Lagen“ stolpert kein Kunde einfach mal so in Deine Website herein, wenn Du nichts dafür tust.

So, wie wir es in unserem Fotoladen in der 2er Lage taten und damit sehr, sehr erfolgreich waren.

Mangelndes Problembeswusstein

Die Frage, warum so viele Selbstständige an Mythos 1 glauben, rührt für mich daher, dass sie kein ausreichendes Problembewusstsein dafür haben, was es bedeutet, dass sie zwar eine Website betreiben, diese aber nicht „promoten“.

Wohl niemand käme auf die Idee, seinen Laden im „Hinterhinterhinterhof“ einer „3er-Lage“ zu eröffnen und so naiv zu sein darauf zu hoffen, dass in Kürze – wie durch ein Wunder – plötzlich reisebusseweise zahlungswillige Kunden in seinem Laden stünden..

Also – warum soll das bei der Website anders sein ?

Wer so „naiv“ auf seine Kunden im Internet wartet, der würde auch so naiv in dem oben beschriebenen Ladengeschäft vergebens auf Kunden warten.

Auch Läden in 1A-Lagen können scheitern

Übrigens war es noch nie ein Garant für nachhaltig gute Geschäfte, einen Laden in einer 1A-Lage zu betreiben.

Wer in einer solchen Lage auf eine ansprechende Schaufenster-Deko verzichtete, sein Sortiment „an der Zielgruppe vorbei“ auswählte und seine Kunden schlech bediente, konnte auch trotz der super-Geschäftslage den Bach hinunter gehen.

Ebenso wie Websites, die gut gefunden werden…

Dasselbe gilt für Websites: Egal wie viel Geld und Aufwand Du in SEO und SEA (Werbeanzeigen) steckst: Wenn Deine Botschaften unklar sind oder die Aufmachung Deiner Webseiten nicht „konvertierend“ ist, wirst Du keine Umsätze machen.

Der Unterschied zum Ladengeschäft is aber der, dass dann kein guter Verkäufer zur Verfügung steht, der den Kundenkontakt noch „herumreißt“ – das muss Deine Webseite schon schaffen.

Zusammenfassung: Warum Du Deine Website wie ein Ladengeschäft behandeln solltest

  • Deine Website ist Dein Schaufenster eines Ladens, der im HinterhInterhinterhof einer B-Lage liegt
  • Erst einmal musst Du dafür sorgen, dass potenzielle Kunden auf Deine Website gelangen – dazu machst Du Werbung (auf unterschiedliche Art – SEO, SEA etc….)
  • Deine Website muss auf „Verkaufen“ ausgerichtet sein – so wie in einem Ladengeschäft das Verkaufspersonal „konvertierte“, muss Deine Webseite „konvertieren.
  • Wenn Du Deine Website „nur aus Spaß betreibst“ oder stiefmütterlich behandelst, wird sie enden, wie der Laden in der 3C-Lage, für den Du nichts tust, als „die Ladentür aufschließen“.

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